zeroverlag – Dr. Bernd Krolop *1951 – †2022

Bernd in seinem Lieblingscafé "Bazaar" Düsseldorf

Bernd in seinem Lieblingscafé „Bazaar“
in Düsseldorf; sein „philosophisches Café“

Dr. Bernd Krolop
Gründer des Eigenverlags „zeroverlag“, Autor,
Gymnasiallehrer und Universitäts-Dozent

Das Buch „Seltsame Berührungen“ ist eine Sammlung von Geschichten und Erfahrungen, die der Autor während seines Sabbatjahres gesammelt hat. Das Sabbatical hat er genutzt, um verschiedene Länder (Papa-Neuguinea, Namibia, Äthiopien, Insel Athos) zu bereisen und sich mit Menschen, Kulturen und Lebensweisen auseinanderzusetzen. In dem Buch beschreibt er seine besonderen, teils mystischen Erlebnisse.

Die Geschichten in dem Buch sind sehr unterschiedlich. In einigen erzählt der Autor von Begegnungen mit Menschen, die er unterwegs getroffen hat. Andere Geschichten beschäftigen sich mit besonderen Orten, die er besucht hat. In vielen Fällen geht es darum, wie der Autor durch diese Erlebnisse eine neue Perspektive auf die Welt und sein eigenes Leben gewonnen hat.

Ein zentrales Thema des Buches ist die Suche nach dem Sinn des Lebens. Der Autor reflektiert darüber, was ihn antreibt und was ihn glücklich macht. Er kommt zu dem Schluss, dass es vor allem die Beziehungen zu anderen Menschen sind, die ihm Kraft und Freude geben. Aber auch die Natur und die Schönheit der Welt spielen eine wichtige Rolle in seinen Erkenntnissen.

Insgesamt ist das Buch eine inspirierende Sammlung von Geschichten und Erkenntnissen. Der Autor schreibt sehr persönlich und gibt dem Leser das Gefühl, dass er an seinen Erfahrungen teilhat. Die Geschichten sind oft berührend und regen zum Nachdenken an. Wer sich für Reisen und Lebenserfahrungen interessiert, wird das Buch sicherlich genießen.

Im Buch „Magie, Mystic und Moderne: Eine Religionssoziologie nach Max Weber“ thematisiert Dr. Bernd Krolop den Zusammenhang von charismatischem Handeln und der „Hinterwelt“, einen Transzendenz-Bereich, in welchem sich „mystische Erfahrung“ und „Erleuchtung“ artikulieren können. Um diese „Hinterwelt“, ein Begriff von Friedrich Nietzsche, erkennen/erfahren zu können sind grundlegende mystische „Erfahrungen“ der Türöffner.
Diese untersucht Krolop in verschiedenen Kulturen, mit besonderem Fokus auf randständige Individuen wie Mönche, Nonnen oder Angehörige primitiver Stammesgesellschaften, welche die „Brücke zur Hinterwelt“ z.B. als Medizinmann oder Zauberer zum Teil überqueren können.

Ebenso beleuchtet Krolop die „Hinterwelt“ in seinem Werk umfassend aus Sicht der „Gnosis“. Dabei hebt Krolop hervor, dass auch in der modernen Welt der Aufklärung und des Rationalismus diese „Brücken zur Hinterwelt“ nicht abgebrochen sind, sondern nur „modernisiert“ wurden, indem der Autor die „mystische Schau“ als „aktuell-unendliches Erleben der Menge aller Mengen“ deutet.

Krolop legt minutiös wissenschaftliche Resultate aus verschiedenen Disziplinen für die „mystische Schau der Hinterwelt“ zugrunde, bestärkt durch seine Forschungsreisen im afrikanischen Kontinent und der Insel Athos. Verbunden mit Beispielen aus dem Kulturleben der Moderne in Musik und Literatur, beinhaltet dieses Werk (besonders durch seine Verweise) auch eine Art „Kulturgeschichte der Gnosis und Mystik“.

Generell stellt der Autor die charismatische Schau als Gegenteil rationaler Erkenntnis vor, als „Erlösung von dem Rationalismus und Intellektualismus der Wissenschaft“ als Grundvoraussetzung des Lebens in der Gemeinschaft mit dem Göttlichen.

Für jeden, der eine wissenschaftlich fundierte Ausarbeitung zur „Ambivalenz moderner Individualität“ in Form „Mystik vs. Rationalität“ sucht, ist dieses Buch auch als Nachschlagewerk und Impulsgeber sehr geeignet.

Kurz-Zusammenfassung folgt noch